Pesisir –Allgemeininfo
PESISIR - Bildungsprogramm
PESISIR ist eine örtliche indonesische NGO (Non Govermental Organisation) in Süd-Ost Sulawesi, die mit der Stiftung PIARA Holland, einer holl. NGO zusammenarbeitet. Der Grundgedanke der NGO ist Kindern eine Möglichkeit einer Bildung bzw. Erziehung zu geben. Dies gibt ihnen die Chance auf eine bessere Lebensqualität und somit eine bessere Zukunft.
Die Menschen die mit PESISIR arbeiten sind hauptsächlich Freiwillige aus Indonesien. Auf diese Weise sind die Projekte auch vom örtlichen und kulturellen Charakter gezeichnet.
PESISIR´s arbeit zentriert sich auf den Hafen in der Stadt Bau Bau und auf das Tukang Besi Archipel. Die Seenomaden - auch Bajau genannt - leben in kleinen Pfahlbauten-Dörfern in Küstennähe. Ursprünglich lebten sie nur auf Booten die sie von Ort zu Ort brachten, bis ihre Kinder zur Schule gehen mussten. Nun müssen sie an einem Platz leben, der jedoch immer noch auf dem Meer ist. Heutzutage in Pfahlbauten. Diese Dörfer bekommen sehr wenig Unterstützung von der Regierung. Das ist der Grund, warum die Erziehungsmethoden dort sehr spärlich sind.
PESISIR´s Logo wurde von einem örlichen Künstler entwickelt und symbolisiert glückliche, gesunde Kinder die in den Wellen des Meeres spielen. Der kreisförmige Bogen der Wellen um die Kinder repräsentiert Schutz. Schutz und der Sinn das Kinder auch Kinder sein dürfen und die Möglichkeit einer Erziehung bzw. Bildung erhalten können.
Die Ziele von PESISIR sind:
- So vielen Kindern wie möglich die Chance zu geben, zumindest lesen, schreiben und rechnen zu lernen, die anderweitig niemals dazu die Möglichkeit hätten zur Schule zu gehen.
- Die Versorgung mit Lehrmaterial in Form von Büchereien.
Hintergrund
Schul-Uniformen
Manche Menschen fragen sich: "Warum können so viele arme Kinder nicht zur Schule ?" Eine Antwort könnte sein: Wegen der Schuluniformen.
Die Indonesier lieben Uniformen! So haben Schulkinder viele verschiedene Schuluniformen. Auch wenn arme Familien kein Schulgeld zahlen müssen, können sie aufgrund dieses Hindernisses ihre Kinder nicht zur Schule schicken. So tragen z.B. die Grundschüler in ländlichen Regionen von Montag bis Donnerstag rot-weiße Uniformen, am Freitag die Sportuniform und die braune am Samstag. Zudem müssen die Kinder ordentliche, geschossene Schuhe anziehen. In der Stadt ist es noch schlimmer.
PESISIR hilft vielen Familien die nötigen Uniformen zu kaufen, so dass die Kinder in die Schule können (s. zurück zur Schule Projekt und Schulboote).
Umgebung und Umweltschutz
Die wichtigste Einkommensquelle der Seenomaden - besonders auch in Sampela - ist der Fisch. Ihre Kinder essen sehr viel Fisch und sind daher viel gesünder als Kinder in der Stadt. Unglücklicherweise ist die Zukunft des Korallenriffes und der Fischpoplation nicht so gesund. Es gibt aufgrund zerstörerischer Fischfangmethoden immer weniger Fisch auf dem Markt. Die traditionellen Einkommensquellen werden auf lange Sicht hin nicht mehr ausreichen. Die Erziehung ist deshalb sehr wichtig.
PESISIR und Tukangbesi Diving arbeiten zusammen den sie den Umweltgedanken der Bevölkerung näher bringen wollen. So kommen zum Beispiel Schulkinder auf die Insel Hoga um den Strand von Plastikmüll zu säubern, anschließend bekommen sie ein Picknick sowie spielerisch- aktiven Unterricht in Englisch und Umweltschutz.
Die Straßenkinder von Buton
Viele Kinder in Bau Bau werden von ihren Eltern auf die Straße geschickt um zu arbeiten, da sie sonst nicht überleben könnten. Einige Kinder gehen morgens zur Schule und arbeiten in ihrer restlichen Freizeit. Andere haben gar nicht die Möglichkeit die Schule zu besuchen. Manche arbeiten bis spät in die Nacht hinein.
Die Kinderarbeit ist unterschiedlich. Viele verkaufen Snacks für ihre Mutter oder noch öfters für einen "Boss" der mehrere Kinder beauftragt unter ihm zu arbeiten. Diese Kinder bekommen sehr wenig Entgeld für ihrer Arbeit. Einige Kinder arbeiten am Hafen. Sie warten bis die großen Fähren eintreffen. Dann tragen ihre kleinen Körper das schwere Gepäck der Passagiere von Bord. Wieder andere Kinder verbringen ihre Zeit am Markt oder in der Nähe von Einkaufszentren, so waschen sie z. B. Motorräder gegen Bezahlung während der Besitzer beim Einkaufen ist. Dann gibt es noch Kinder die wiederverwertbaren Müll wie Kartonagen, Glass, Blechdosen ect. einsammeln, den sie dann für geringes Geld an den sogenannten "chinese man" verkaufen.
Wenn man sie fragt was sie mit ihrem Gewinn machen antworten sie gewöhnlicherweise: "Meine Mutter spart es um mir mal eine Schuluniform und Schuhe zu kaufen", oder "Ich spar es für bestimmte Umstände" oder einfach "Ich geb es meiner Mutter". Natürlich ist das nicht immer der Fall und einige Kinder verfallen bereits aufgrund der Umstände in jungem Alter in die Abhängigkeit von Nikotin und Alkohol.
PESISIR Projekte
1. Zurück zur Schule Projekt
2. Kaledupa Schulboote
3. Sampelas Studenten
4. Büchereien auf den Tukangbesi Inseln
1. Zurück zur Schule-Projekt
PESISIR hilft Kindern in Bau-Bau zurück zur Schule zu gehen. Als erstes findet PESISIR mit Hilfe von Lehrern und Eltern heraus warum ein Kind nicht weiter zur Schule geht. Wenn das Kind zur Schule weiterhin gehen will, aber aus finanziellen Gründen dies nicht möglich ist, versorgt PESISIR es mit Schuluniform, Schuhen, Schulbüchern und teilt die Transportkosten mit den Eltern. Auf diese Weise leistet die Familie ihren Beitrag und trägt mit die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder.
Dieses Projekt läuft schon seit vielen Jahren. Einige der ersten Schüler haben aufgrund ihrer Schulbildung mittlerweile schon erfolgreich Arbeit gefunden.
Wakonti ist ein kleines Dorf ca.7 km von der Stadt Bau-Bau entfernt. Hier leben sehr arme Bauern die ihre Kinder aus finanziellen Gründen nicht zur Schule schicken können. Viele Kinder aus spziell diesem Dorf sind in unserem "Zurück zur Schule-Projek".
Es erfordert jede Menge arbeit von uns. Regelmäßige Besuche in den Schulen sind nötig um zu sehen ob die Kinder auch ständig am Unterricht teilnehmen. Wir besuchen die Kinder regelmäßig zuhause in ihren Familien um sie zu motivieren und Unterstützend zur Seite zu stehen. Wir sprechen auch regelmäßig mit den Lehrern um den Fortschritt der Schüler zu sehen. Auf der anderen Seite kaufen wir für die Kinder ein was gerade gebraucht wird z. B. ein T-Shirt oder eine Zahnbürste oder einfach mal was lustiges, oder ein Spiel so dass die Kinder auch mal Kinder sein können.
2. Schulboote
- Furake, Hoga
Furake ist ein kleines Fischerdorf auf der Insel Hoga wo ungefähr 30 Familien leben. Es ist die einzige Siedlung auf Hoga. Für die Kinder dort war es nicht möglich zur Schule zu gehen bis PESISIR begann ihnen zu helfen. Urspünglich baute PESISIR dort eine Schule und brachte den Lehrer zu den Kindern. Dies war mehrere Jahre sehr erfolgreich, doch und mittlerweile gehen die älteren Kinder schon auf die "Highschool" nach Kaledupa.
2004 beschoß PESISIR alle Kinder von Furake nun täglich mit dem Schulboot auf die Nachbarinsel zu bringen und sie nach Schulschluss wieder zurückzubringen. Dady und Jurdinsind die treuen Bootsfahrer. Die NGO hilft zudem indem sie Schuluniformen, Schuhe, Bücher, Schreibmaterial und Regenmäntel für die Kinder bereitstellt.
Dieses Projekt läuft nunmehr seit 7 Jahren. Ohne PESISIR's Hilfe hätten diese Kinder niemals die Chance einer Erziehung bz. Bildung gehabt.
- Das Seenomadendorf "Sampela"
Sampela ist ein Pfahlbautendorf und liegt zwischen Hoga und Kaledupa auf dem vorgelagerten Korallenriff. Die Bajau oder Seenomaden ist eine Volksgruppe die überall im asiatischen Raum zu finden ist. Sie waren einst ein Seefahrer-Volk, doch die Regierung zwang sie zun einem modernen Leben in Häusern. So bauten sie Pfahlbauten. Sie sind ein unterdrücktes Volk und so ist es nicht verwunderlich dass Sampela mit dem Erziehungssystem ihrer Kinder Schwierigkeiten hat.
PESISIR hat zwei Projekte in Sampela. Der Bürgermeister des Dorfes bat PESISIR um Hilfe.
So gibt es auf der einen Seite das Schulboot-Projekt von Sampela, das den täglichen Transport der "Highschool"-Kinder auf die Insel Kaledupa sichert. Dort können die älteren Kinder zur Schule.
Diese Projekt läuft seit 2005. Auf der anderen Seite stehen Sampelas Studenten.
3. Sampela's Studenten (angehende Lehrer)
Im Seenomadendorf Sampela gibt es zwar eine Grundschule aber kaum Lehrer. Es gibt in dem Dorf ca. 300 Schüler im Grundschulalter, doch jedes Jahr schaffen es nur ungefähr 20 Schüler die Schule zu beenden und in die Hauptschule auf der Insel Kaledupa zu gehen. Inerhalb kurzer Zeit reduziert sich diese Schülerzahl auf 2 bis 3 Schüler, weil sie sich mit den neuen Klassenkameraden nicht vertragen und wegen Transportschwierigkeiten. PESISIR kaufte deshalb ein kleines Boot um dem entgegenzuwirken und bringt die Schüler nun täglich zur Schule und holt sie dort ab.
Um die Qualität der Grundschule in Sampela zu verbessern, hat PESISIR sich entschieden vier junge Menschen aus dem Dorf auf die Universität zu schicken, so dass sie in Zukunft Grundschullehrer in ihrem eigenen Dorf sein können. Mit Bajau-Lehrern werden die Schüler eine bessere Bildung bekommen, ohne ihre eingene Kultur zu verlieren. Ella, Nela, Toni und Asludin begannen ihr Studium 2005. In Bau Bau, nahe der Universität miete PESISIR ein Haus für sie. In den Ferien gehen sie nach Hause in ihr Dorf, und helfen dort schon mit beim unterrichten.
· Ella ist eine tüchtige junge Dame, die bereits sehr gut englisch spricht, was erstaunlich ist für ein junges Mädchen aus Sampela. Sie lernte es hauptsächlich bei der Arbeit in Sampela wo sie in einer kleinen Organisation mithalf. Sie ist sehr motiviert und arbeitet hart an ihrem Studium.
· Nella ist die Tochter des einzigen guten Grundschullehrers in Sampela. Deshalb hat sie schon in ihrer Kindheit die Erziehungsschwierigkeiten mitbekommen und entschloss sich für das Studium.
· Toni stammt aus einer sehr armen Bajau-Familie die niemals ein Kind auf die Uni schicken könnte. Seine Mutter kann nicht mal indonesisch sprechen - nur die eigene Bajau-Sprache. Es ist erstaunlich wie Toni unter diesen Umständen den Abschluss der Schule hingekriegt hat. Doch seine hohe Motivation hat ihm zum Erfolg geholfen. Er ist sehr glücklich über das Studium.
· Asludin stammt aus einer Familie die die Wichtigkeit im bildungssektor erkannt hat. Seine große Familie hat bereits zwei Geschwister mit Hilfe von Freunden und Verwandten auf die Uni geschickt, so dass sie ein drittes Kind nicht mehr schicken konnten. Die Familie ist deshalb sehr dankbar dass wir Asludin das Studium ermöglichen.
Wir hoffen alle, dass diese vier jungen Menschen das Studium erfolgreich beenden und somit den Bildungsstandart in Sampela erhöhen können.
4. Büchereien auf den Tukangbesi Inseln
PESISIR bringt Bücher zu verschiedenen Dörfern, wo zuvor nicht die Möglichkeit bestand zu lesen. Schulbücher waren und sind rar. Nun gibt es 6 kleine Büchereien in verschiedenen Dörfern auf der Insel von Kaledupa. Die örtlichen Lehrer geben einen kleinen Raum her und passen auf die Bücherei auf. Wenn neue Bücher ankommen werden sie sehr schnell ausgeliehen, da die Leserschaft sehr enthusiastisch ist.
Über 4000 neue und gebrauchte Bücher gibt es in den Büchereien. Das begehrte Lesematerial wandert momentan in bestimmten Abständen von einem Dorf zum anderen.
PESISIR Sponsoren
PESISIR ist eine kleine Organistation.
Die zwei größten Sponsoren sind:
- Stichting PIARA Holland (holl. NGO)
- Tukang Besi Diving, Hoga
Andere Sponsoren sind:
- Zwei apostolische Kirchen in Holland in Zutphen und Deventer die die Schulfähren unterstützen.
- Der deutsche Verein"Akapacha" aus Lindenberg (Allgäu)
- Der "Kolpingverein" in Lindenberg (Alläu.
Das PESISIR Team
Vor gut 10 Jahren startete Geertje und Erika mit Freunden den Kindern den Weg zurück zur Schule zu ebenen. Zusammen mit Imin koordiniert sie die PESISIR-Projekte vor Ort.
Unser Team in Indonesien:
- Geertje is PESISIR's 'boss'.................in ihrer eigenen Weise!
- Imin ist ein junger engagierter Indonesier aus Bau-Bau und die rechte Hand von Geertje
- Mo aus Wales hilft seit 2005 aktiv mit
- Ibu Kasim knüpft wichtige Kontakte im Land.
- Dady ist der Bootsfahrer von Furake.
- Jurdin ist der zweite Bootsfahrer von Furake.
- Pondang ist Sampela´s Bootsfaher.
- Acan unterstützt als Lehrer Sampela.
- und nicht zu vergessen die Schullehrer die für die Büchereien zuständig sind.
Unser Team in Europa:
- Erika aus Deutschland gibt regelmässig Diapräsentationen über die Projekte und über die Bajau-Kultur um Geld für PSEISIR zu erlangen
- Anja & Emmy, Els und Gerard sind in Holland tätig.
Die PESISIR Projekte werden ebenfalls unterstüzt von Tukangbesi diving, ein kleines Tauchcenter auf Hoga
Unsere Träume......
Wir haben alle Träume und wir von PESISIR glauben daran, dass wir unsere Träume verwirklichen können, denn über die Jahre hinweg haben sich Menschen zusammengefunden die wirklich ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Unere Zukunftsträume:
· noch mehr Bücher für die Wanderbüchereien, so dass auf allen Inseln der Wakatobi-Region feste Büchereien entstehen.
. Schulbücher für die Schulen und die Büchereien.
· Mehr Kinder zurück zur Schule zu bringen
· Die Versorgung der Schüler mit Schuluniform, Schuhen ect. für so viel Kinder wie möglich z. B. durch regelmäßige Spenden (10,- € im Monat oder 120,-€ im Jahr)
· Die Kinder vom "Zürück zur Schule"-Projekt auch nach Schulabschluss eine Weiterbildung zu geben d.h. evtl.
noch studieren zu lassen.
· Bessere Grundschule im Bajau-Dorf Sampela.
· Verbesserung im Gesundheitswesen in Sampela.
· Die Achtsamkeit gegenüber der Umwelt ÜBERALL zu stärken.
Registrierungs-Information:
Stichting PIARA Holland KvK nr. 34172313
LPM PESISIR nr. 139 Reg Nr. 02/2007-P/PN.BB
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